absurd

Adjektiv, üblicherweise verwendet als Beschreibung für Aussagen oder Vorschläge des politischen Gegners oder für Forderungen von Wählern in der Hoffnung, über diese nie wieder reden zu müssen. Tatsächliche Bedeutung:

1. wahr,
2. wahr, aber eine Frechheit, es öffentlich zu sagen/zu fordern,
3. wahr und auch belegbar, jedoch peinlich und daher nichtsdestotrotz eine Frechheit,
4. möglicherweise wahr, aber (glücklicherweise) nicht durch Fakten belegbar und daher eine umso größere Frechheit,
5. notwendig,
6. notwendig, aber teuer und daher politisch nicht vermittelbar, schon gar nicht vor einer Stadtrats-, Landtags-, Bundestags-… vor einer Wahl,
7. notwendig, aber nur gegen Widerstände von Lobbyisten Interessengruppen durchsetzbar, daher politisch heikel und ebenfalls nicht vermittelbar, schon gar nicht vor einer Wahl,
8. tatsächlich Unsinn (selten).

Daher also meist eine Antiphrase oder ein Pejorativum. Vgl. auch abstrus.

Mit Dank an @Promovator für die Idee.

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Abgelegt in: Politik, allgemein

Weitere sprachlichen Umdeutungen und Neuschöpfungen:

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Kommentare

12 Reaktionen zu "absurd"

  1. Mappleconfusers sagt:

    Das ist absurd (2/3/5)

  2. Herrlich. :D
    Oder schrecklich? Ich weiß noch nicht so ganz genau.

  3. Brent sagt:

    Siehe auch: -> abstrus

  4. Hans sagt:

    Ja, richtig, im Sinne von 1̣–7 aber eher selten im Sinne von 8.

  5. Pingback von:

    Meine alte neue Liebe identica | allerhandlei
  6. Rayne sagt:

    Leute, ihr seid echt genial. Von mir auch nochmal ein dickes DANKE an @Promovator.

  7. Ergänzung sagt:

    Also ist ein Absurdum das Gegenteil politischer Zwänge?
    http://neusprech.org/parlamentarische-zwaenge/