Fähigkeitslücke

Meint eigentlich: Sorry, können wir nicht. Neusprech erster Güte, ist man doch entweder zu etwas fähig oder eben nicht, Lücken gibt es da keine. Mit der F. (Wehrbeauftragter Reinhold Robbe und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg) wird vorgegaukelt, die Bundeswehr sei in der Lage, mit der Situation in Afghanistan fertig zu werden, daher den Krieg dort zu gewinnen, wenn sie denn nur die dringend benötigten Stiefel Hubschrauber, Panzer und Haubitzen hätte.

Mit Dank an Brigitte W.

Abgelegt in: Militär

Weitere sprachlichen Umdeutungen und Neuschöpfungen:

Hinterlasse eine Antwort

Kommentare

4 Reaktionen zu "Fähigkeitslücke"

  1. David sagt:

    Einspruch! “Lücke” ist eindeutig negativ behaftet. Ordentlicher Neusprech hingegen argumentiert ausschl. positivistisch. Als kommunikationsmethodisch Vorbelasteter muß ich daher auf einer Änderung des Sujets in “Befähigungspotential” bestehen.

    Beispiel: “Was die Vollendung unserer Friedensmission am Hindukusch betrifft, sehe ich noch Potential”.

  2. Kai Biermann sagt:

    Recht haben Sie, Lücke ist negativ! Aber nicht so negativ wie das Eingeständnis, es gar nicht zu können. Das Verhältnis zählt, nicht das Dogma, dass es unbedingt positiv sein muss – auch wenn dies natürlich sehr viel Orwellscher wäre, siehe Doppelplusgut. Aber danke dafür. Und für das Befähigungspotenzial, das hat Potenzial :)

  3. Olaf sagt:

    Hrm, ich finde eine Parklücke sehr positiv sofern ich gerade eine benötige um mein Auto abzustellen ;)