Fortschrittsverweigerer

Ein Gastbeitrag von Stefan Kruppa

Auch Technik- oder Modernisierungsverweigerer. Bezeichnung für die Gegner von Vorhaben, die gefördert werden sollen, um die Gesellschaft Wirtschaft zu entwickeln. Die Beschimpfung als F. ist der Versuch, Kritik an diesen Plänen zu diffamieren, indem an den Glauben appelliert wird, Neues sei per se besser als Altes; wer es kritisiert, müsse folglich verstaubt dumm sein. Spaßigerweise dient damit das entsprechende Vorhaben als Begründung für sich selbst – es ist neu, das genügt, ob es taugt, ist egal. Weniger lustig ist, dass vielleicht sinnvolle Gegenargumente nicht als notwendige Debatte dargestellt werden, jene Technik verantwortungsvoll einzusetzen, sondern als Ignoranz und Beschränktheit erscheinen. Ist so etwas wie ein Judotrick des Neusprech, der die Energie des Gegners gegen ihn selbst wendet. Wird dementsprechend häufig angewendet, vor allem bei riskanten und/oder teuren Ideen zum Beispiel in den Bereichen Atomkraft, Genetik oder Verkehr.

Abgelegt in: Politik, allgemein

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Kommentare

6 Reaktionen zu "Fortschrittsverweigerer"

  1. blu_frisbee sagt:

    Die Motivation des Innovationsmuffels entstammt nicht einer klaren Interessenlage sondern verbirgt sich in seinen unhinterfragbaren innerpsychischen Tiefen, maW der Gegner iss krank im Kopp.
    Deshalb kann man mit dem auch nicht mehr diskutieren.