Rundfunkservicezentrale

Neuer Name für die bislang durchaus treffend Gebühreneinzugszentrale (GEZ) genannte und darob wenig beliebte Geldeintreibungstruppe der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Die Änderung dieser Gebühr zu einer Haushaltsabgabe, also einer Art Fernseh- und Internetsteuer bot offensichtlich eine gute Gelegenheit, ein wenig am üblen Image zu basteln. Nun wird aus der GEZ also eine Servicezentrale. Dabei besteht ihr Service wohl auch weiterhin einzig darin, säumige Zahler zu mahnen. Und konsequent war die Aufhübschung auch nicht, hängt hinten doch noch immer die Zentrale dran. Bei der aber denkt man gleich an Finsteres, ans Datenhorten beispielsweise oder an die Bahn, die aus Toiletten WC-Center machte.

Mit Dank an aprica, fasel, fefe, maltis und Lars W.

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Reaktionen

8 Reaktionen zu "Rundfunkservicezentrale"

  1. Oliver sagt:

    Die GEZ hat doch vor kurzem erst ein (gebphrenfinanziertes?) Facelifting des Corporate Designs vollzogen. War die Aktion für die Katz’? Wieviele Gebühren da wohl versenkt wurden?

  2. Chris sagt:

    Das Facelift wahr doch nur eine Fliegenfalle für alle die die GEZ bescheiden finden um an deren Daten zu kommen. Denn viele die sich da angemeldet haben hatten danach Post von der GEZ.

  3. G. Mossner sagt:

    Was Rundfunk war und ist, dass könnt Ihr demnächst auf meiner Homepage erfahren. Und einen Service biete ich jetzt schon an:
    Habt Ihr schon einmal zwei Sender gleichzeitig gehört? Wollte nur beweisen, dass die Justiziare der ÖRR RECHT haben: Neuartige R-Geräte können einfach mehr! Und einen Radiotimer habe ich auch auf meiner Homepage: ÖRR-Sender auswählen, Wochentag und Uhrzeit wählen und dann habt Iht immer Euren Lieblingssender! Das ist mein Rundfunkservice und er wird ausgebaut. Ich kann zurzeit noch keine Tipps geben wie man die neuen Schnüffler abserviert, die ab 2013 nicht mehr nach Geräten schnüffelten (das war ja noch harmlos), sondern dann direkt nach Personen in Haushalten und Betrieben. Verfassung a.D.

  4. außer atem sagt:

    Wen wundert es noch? Wie so oft, wenn SIE uns etwas butterweich als eine »Reform« und einen »Service« verkaufen wollen, ist es tatsächlich doch nur eine neue Zwangs-, eine zusätzliche Versklavungsmassnahme. Die Ketten werden immer enger… Die Umstellung zur obligatorischen Haushaltspauschale (einzuziehen vom Finanzamt, so wie die Kirchensteuer??) bedeutet tatsächlich, dass zukünftig die letzten kategorischen Verweigerer der staatlichen aka »öffentlich-rechtlichen« Bewusstseinskontrolle nun ebenfalls für Propaganda, Desinformation, Teletubbies und Musikantenstadl zu bezahlen haben, ohne Wenn und Aber. Und die meisten Sklaven werden ihre Versklavung lieben, so wie es Aldous Huxley schon 1962 in seiner »Scientific Dictatorship Speech« (»The Ultimate Revolution«) an der Berkeley University prophezeit hatte. »Oh schöne neue Welt, die solche Bürger trägt!« Wurde damals im römischen Kolosseum eigentlich auch Eintritt verlangt?

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    Der Streit um das Urheberrecht | Schönes Neues 1984
  6. Mottek-Lehmann sagt:

    Ich muss also für mein neuartiges fernsehähnliches Computergeraffel diese Wegelagerergebühr abdrücken obwohl ich keinen Fernseher habe.

    Soso.

    Warum kann ich aber keinen einzigen *echten* Livestream der öffentlich-rechtlichen Platzhirsche im Internet finden?

    Die verstümmelten Angebote (“Wegen fehlender Ausstrahlungsrechte können wir Ihnen leider die laufende Sendung nicht zeigen”) sind ein schlechter Witz und völlig inakzeptabel. Mit Geolokation der IP lässt sich die “Ausstrahlung” von Livestreams sehr wohl auf Deutschland begrenzen.

    Welche fehlenden Rechte? Ich habe dafür gezahlt den gleichen Mist den ich terrestrisch/kabelgebunden/satellitengestützt konsumieren darf, *vollständig* genauso auf meinem internetgebundenen Rechner zu “empfangen”.

    Mit anderen Worten: Wir werden gezwungen für etwas zu zahlen das wir nicht vollständig geliefert bekommen!

    Ein Fall für das Gericht.