Neusprech-Top-Ten des Jahres 2012

Zum Thema Unwort des Jahres… Hier sind unsere Top Ten des vergangenen Jahres. Die zehn am meisten beachteten Begriffe beim Neusprechblog 2012 waren:

1.   Eigentum, geistiges
2.   Verfassungsschutz
3.   Betreuungsgeld
4.   Content
5.   Regelstudienzeit
6.   Anschlussverwendung
7.   Vertrauen, vollstes
8.   Geld, frisches
9.   Fahrzeiten, geänderte
10. Funkzellenabfrage

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Abgelegt in: Top Ten

Weitere sprachlichen Umdeutungen und Neuschöpfungen:

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Kommentare

8 Reaktionen zu "Neusprech-Top-Ten des Jahres 2012"

  1. Pingback von:

    zeugs am mittwoch « blubberfisch
  2. Der Duderich sagt:

    ‘Marktkonforme Demokratie’ (A. Merkel) ist für mich immer noch der All-Time-Klassiker!

  3. Kai Biermann sagt:

    Stimmt, die haben wir irgendwo auch schon aufgeschrieben, ich glaube im Buch. Muss ich mal raussuchen.
    Lg
    K

  4. Jürgen sagt:

    “wie mans auch dreht und wendet, weshalb sich die jury am ende für einen so lahmen begriff wie ‘opfer-abo’ als unwort des jahres 2012 entschieden hat, es will sich mir nicht erschliessen.”

    Ein Unwort, das nur von einem Menschen prominent in den Mund genommen wurde, ist, so unschön es auch sein mag, ein Unding. Unwörter sollen einen verbreiteten unethischen Sprachgebrauch brandmarken, aber nicht einen einzelnen Zeitgenossen zum Sündenbock für verkehrte Zustände abestempeln. Indirekt hat die Frankfurter Jury Jörg Kachelmann zum “Unmenschen des Jahres” gekürt; dies widerspricht direkt der humanistischen Intention der ganzen Aktion.

    Ich habe den fatalen Eindruck, dass die Jury den zweitplatzierten Kandidaten als Sieger verhindern wollten. Die “Pleite-Griechen”, das ist ein einzigartig abscheuliche, nationalchauvinistische Wortbildung. Es ist insbesondere von der BILD-Zeitung, aber auch von anderen Medien so häufig in durchgängig diffamierender Absicht gebraucht worden, bis man sich “den Griechen” eben nur mehr als arbeitsscheuen Pleitier vorstellen konnte. Ein neuer nationaler Stereotyp ist erfolgreich geprägt worden. Mich erinnert dieses Propaganda-Dauerfeuer an schlimmste Zeiten!

    Woher rührt die Feigheit der Jury? Kachelmann eignet sich doch prima als Haudrauf-Männchen. Aber mit der BILD und überhaupt dem Boulevard wollten es sich die Sprachwissenschaftler offenbar nicht verscherzen – wer sonst sollte auch publikumswirksam und affirmativ über die “Unwort des Jahres”-Aktion berichten?

    Nur zu dumm, dass die BILD in völliger Undankbarkeit jetzt titelte:

    “Haben Sie das Unwort des Jahres schon mal gehört?
    Jury kührt in diesem Jahr einen Begriff, den kaum einer kennt”

    (http://www.bild.de/politik/inland/joerg-kachelmann/unwort-des-jahres-2012-opfer-abo-28104780.bild.html)

    Grüße,
    Jürgen

  5. Pingback von:

    Neusprech-Top-Ten des Jahres 2012 | MyWebWall | Scoop.it
  6. Raphael sagt:

    Ich finde das hübsche Wort Datenfernübertragungsgerät (DFÜ) wird in den letzten Jahren immer weniger verwendet und da sollte man unbedingt was gegen machen! Ist echt schade um das Wort, ich habs wirklich gerne. Ich versuche es auch zu nutzen, wo es nur irgendwie passt. Aber die coolen Typen, die dann mit so tollen Wörtern wie “Smartphone” oder etwas Ähnlichem kontern, haben leider immer die Nase vorne.

    Dies nur so als Anregung, wenn wir hier schon beim Thema Wörter und ihre Nutzung sind.