Gesundheitskarte, elektronische

Abkürzung eGK; Antiphrase; meint den bislang als Krankenversicherungskarte bezeichneten Ausweis zum Nachweis einer Krankenversicherung mit neuen Funktionen. Die Bezeichnung verschweigt außerdem die Ziele der zugrunde liegenden Datensammlung: Die Verknüpfung sämtlicher Informationen über krankheitsrelevantes Verhalten einer Person. Diese erlaubt die Bildung von Profilen und damit die Identifizierung riskanter Lebensstile. Macht so Verhaltenskontrolle und Sanktionen möglich.

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Abgelegt in: Gesundheit

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Kommentare

2 Reaktionen zu "Gesundheitskarte, elektronische"

  1. Andreas Schultz sagt:

    Dies ist kompletter Unsinn. Etwas weniger linke Ideologie und etwas mehr offener Sachverstand würde verhindern Behauptungen aufzustellen, die nicht stimmen. Noch schlimmer wäre es natürlich wenn hier wider besseres Wissen diese Behauptungen aufgestellt würden.

  2. Peter Gehring sagt:

    Bislang unterscheidet sich die so genannte elektronische Gesundheitskarte (eGK) von der bislang verwendeten Versichertenkarte nur durch das zusätzliche Foto und die Möglichkeit, die auf der eGK gespeicherten Stammdaten des Patienten über das Praxissystem des Arztes mit den Daten auf dem System der Krankenkasse online abzugleichen.

    Zu diesem Zweck wurden und werden zahlreiche Investitionen in Kartenleser und weitere Infrastruktur erforderlich. Finanziert selbstverständlich durch die Mitgliedsbeiträge der Krankenversicherten.

    Was die o.g. Gefahren der Datensammlung betrifft, möchte ich diese für die Zukunft nicht ausschließen, doch derzeit ist die eGK weit davon entfernt. Das Ziel, die deutsche Chipkartenindustrie über Krankenkassenbeiträge zu subventionieren scheint hingegen erreicht zu sein.

    Für hervorragend recherchierte Informationen zur eGK und deren Historie empfehle ich die kritische Broschüre des FifK:
    http://fiff.de/publikationen/broschueren/20110620_FIfF-egk_digitaleVersionV2.pdf/view

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    Gemeinsam mit der eGK erhält jeder gesetzlich Krankenversicherte auch seine lebenslang gültige Krankenversichertennummer. Diese wird nicht durch die Krankenkasse selbst sondern von einer externen “Vertrauensstelle” vergeben.