Anschlussverwendung

Beim Militär werden Menschen „verwendet“. Denn sie sind dort genauso ein Ding wie Autos oder Gewehre, eine Sache die aufgebraucht, ja sogar „verheizt“ wird. In der zivilisierten Welt ist eine solche Sicht auf Mitmenschen hingegen verpönt, eben weil sie dann nicht mehr als Mensch betrachtet werden, sondern als Gegenstand ohne eigenen Willen und eigene Bedürfnisse. Warum wir das erwähnen? Weil ein FDP-Chef gerade mehr als zehntausend arbeitslos werdenden Menschen empfohlen hat, sich mal schnell um eine A. zu bemühen. So als wären sie Maschinen, die sich um jemand neues kümmern sollten, der sie einsetzt und bedient. Man könnte dem Parteichef zugute halten, dass er lange bei der Bundeswehr gearbeitet hat und die zynische und unmenschliche Sprache des Militärs zu seiner Lebenswelt gehört. Muss man aber nicht. Weswegen wir spaßeshalber mal wieder aus dem „Schockwellenreiter“ zitieren: „Wenn es ein Phänomen wie das absolute Böse überhaupt gibt, dann besteht es darin, einen Menschen wie ein Ding zu behandeln.“

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Reaktionen

25 Reaktionen zu "Anschlussverwendung"

  1. Bastian sagt:

    Dass Menschen von den Marionetten der „NWO“ (die in Wirklichkeit die alte Weltordnung ist, die jetzt in die Öffentlichkeit tritt) als Dinge gesehen werden, ist nicht neu. Neu ist nur, dass Politiker sich immer öfter dazu bekennen.

    Wann begreifen es endlich viele Menschen, dass diese Clique die Menschen versklaven oder gleich den größten Teil entfernen will!

    Übrigens, nur eine Marionette zu sein, entschuldigt nichts…

  2. ulrics sagt:

    Das mit dem militärischen Bezug ist so nicht korrekt. Der Begriff Verwendung kommt aus dem Beamtenrecht. Einfach mal im Bundesbeamtengesetz oder bei Wikipedia nachschauen.

    Schön ist natürlich nicht als Beamter verwendet zu werden. Da sollte mal ein ein anderer Begriff her.

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  5. manfred (60) sagt:

    Es handelt sich weder um einen Versprecher, noch muß man die menschenverachtende Terminologie der Militaristen bemühen. Die „Anschlußverwendung“ ist eine folgerichtige Fortführung der neoliberalen Ideologie, die wirtschaftswissenschaftlich den Menschen als „Humankapital“ betrachtet. Folgerichtig ist auch, daß dieser Begriff zum Wortschatz der FDP-Funktionäre gehört.

  6. rainer sagt:

    …gelöscht / Kai Biermann

  7. Nielson sagt:

    dieser Artikel 1 im GG ist nach meiner Meinung nur eine Floskel.
    In jedem „Personal“ausweis steht, daß wir Objekte sind. Nur man nennt es nicht Sklave wie früher, sondern heute (Neusprech) nennt man es juristische Person.
    Im Gegensatz hat die natürliche Person ihre Menschenrechte.

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