Frauen-WM

Es gibt eine Schwimm-WM mit Wettbewerben für Frauen und Männer, es gibt eine Leichtathletik-WM mit Wettbewerben für … Sie sehen schon, dahinter verbirgt sich ein Muster. Was aber ist dann bitte eine Frauen-WM? Die Weltmeisterschaft im Frau-sein? Und warum gibt es dann bei dieser keinen Wettbewerb für Männer? Werden die etwa diskriminiert? Ist das vielleicht schon wieder ein Muster? Ja, sieht ganz so aus (vgl. auch: „Damen-Fußball“). Leider eines, das die Leistung von Frauen abwertet, sie als unwürdig erachtet. Schon klar, die Männer waren zuerst da, wie so oft. Aber das muss ja nicht heißen, dass sie auf ewig die ersten bleiben. Daher jetzt bitte alle: Es gibt nur eine Fußball-WM, mit Wettbewerben für Frauen und für Männer!

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Reaktionen

65 Reaktionen zu "Frauen-WM"

  1. Frank Beinhorn sagt:

    Das ist bisher der mit Abstand schwächst Beitrag, den ich hier im ansonsten sehr tiefgründigen Neusprech-Blog gelesen habe. Ich weise nur darauf hin, dass es sich bei Schwimm- und Leichtathletik-„WM“ jeweils um WeltmeisterschaftEN handelt, wobei jeder einzelne Wettbewerb in einer Disziplin und für ein Geschlecht EINE Weltmeisterschaft darstellt. So ist es auch bei den beiden Fußballweltmeisterschaften – für Frauen und Männer. Dass man bei den Männern die Geschlechtsbezeichnung meist weglässt, könnte daran liegen, dass z.B. in Deuitschland ca. 10 mal soviele Männer wie Frauen im Fußball aktiv sind und dieses Verhältnis weltweit betrachtet sicher noch extremer ist. Außerdem wollen wir uns doch bitte auch nicht vormachen, dass eine dieser weiblichen Nationalmannschaften – so gerne ich mir das ansehe – auch nur in der 4. (Männer-)Liga eine Chance hätte. Das Maß der Dinge in diesem Sport sind nunmal – zumindest im Moment und sich er noch für längere Zeit sowohl was die Leistung, als auch das allgemeine Interesse betrifft – die besten Männermannschaften. Und dass dies in der Sprache ihren Ausdruck findet, geht in Ordnung.

  2. Frank Beinhorn sagt:

    @Strubbeln: Bei der Fußball-WM (der Männer) dürfen keine Frauen teilnehmen, da irrst Du Dich gewaltig. Dieses Argument hinkt daher.

  3. bigmouth sagt:

    „Es geht darum, zu zeigen, welche Bedeutungen ein Begriff enthält, auch wenn sich vielen Menschen dieser Bedeutungen nicht bewusst sind. “

    wenn eine bedeutung nicht ins bewußtsein eindringt, ist sie folgenlos, also egal

  4. Bleistiftanstumpfer sagt:

    Die Mannschaft, welche als erste die Abseitsregeln kapiert hat, gewinnt!

  5. Pingback von:

    CC005 Die Snickers-Diät|channelcast
  6. Strubbeln sagt:

    @Frank Beinhorn: ICH hab das nie behauptet, das Argument kommt von Ludwig. Ich sage nur, es ist für das Problem der Bezeichnung vollkommen unerheblich, ob sie es dürfen oder nicht.

  7. LeChuck sagt:

    Für gewöhnlich die unterschiedlichen Wettbewerbe bei WMen für Männer und Frauen zeitlich nah beisammen, was bei der Fußball-WM nicht der Fall ist. Das macht eine Unterscheidung zwischen den Herren und Damen Nötig.

    Die Fußball-WM der Herren hat keinen Beinamen. Die wird einfach nur WM genannt, weil es der verbreiteste Sport in Deutschland ist. Von daher ist es logisch es mit der Fußball-WM der Damen genau so zu halten.

    Frauen WM meint also Frauen-Fußball-WM, würde man es statt dessen WM der Frauen nennen wäre Ihr Artikel berechtigt.
    So finde ich diesen Artikel leider Überflüssig im Kontrast der sonst sehr Interessanten.
    Bitte weiter, aber nicht so.

  8. Torsten Wolff sagt:

    Der beste Frauen-Sport ist der, bei welchem die Opponentinnen zugewiesene Spielhälften beackern.

  9. Autolykos sagt:

    Meinst du Tennis? (SCNR)

  10. prolet sagt:

    Hatte ich bei der letzten WM den einzigen Ferseher, in dem von der Fussball-Weltmeisterschaft der Herren die Rede war? Das haben die Reporter quasi bei jedem Spiel gesagt wenns drum ging Leere zu füllen.
    Naja, eigentlich egal, fand den Beitrag nur ziemlich sinnlos, getränkt von Gleichmacherei.