Verantwortung (übernehmen)

Immer wenn etwas schief gegangen ist – ein Flughafen oder so –, fordert jemand, nun müsse aber endlich einer die V. dafür übernehmen. Was gleich auf mehrere Arten absurd ist. Heißt es doch, dass sich bislang offenbar niemand so richtig für den Gegenstand verantwortlich fühlte. Beziehungsweise hieße es das, wenn es denn bei diesem Ausdruck wirklich um V. ginge. Geht es aber nicht. Es ist die verbrämte Forderung, irgendjemand möge doch bitte schleunigst von irgendetwas zurücktreten, damit so schnell wie möglich „zur Tagesordnung“ übergegangen werden kann. Was lustigerweise unweigerlich dazu führt, dass der Betreffende eben keine V. mehr hat und somit auch gar keine übernehmen kann. Aber Logik und Politiksprech haben ja eher selten etwas miteinander zu tun.

Mit Dank an Friedrich A.

Abgelegt in: Politik, allgemein

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